Besonders im Hochsommer, wenn die Temperaturen in Frankfurt am Main oft tagelang die 30-Grad-Marke überschreiten, ist für pflegebedürftige Senioren höchste Vorsicht geboten. Ältere Menschen nehmen Hitze und Durst oft weniger intensiv wahr als jüngere. In Kombination mit bestimmten Medikamenten oder Vorerkrankungen kann dies schnell lebensgefährlich werden.
Wir von der DALAS UG (Ihrem MDK 1,0 Intensivpflegedienst in Frankfurt) haben die wichtigsten Schutzmaßnahmen zusammengefasst, wie Sie als pflegender Angehöriger Ihre Liebsten sicher durch den Sommer bringen.
1. Flüssigkeitszufuhr aktiv steuern (Trinkprotokoll)
Mit zunehmendem Alter lässt das natürliche Durstgefühl stark nach. Senioren trinken oft viel zu wenig, was an heißen Tagen rasant zu Dehydration (Austrocknung) führen kann.
Tipps für den Pflegealltag:
- Trinkprotokoll führen: Notieren Sie sich genau, wann und wie viel getrunken wurde. Ziel sollten 1,5 bis 2 Liter am Tag sein (sofern der Arzt wegen Herz- oder Nierenerkrankungen keine Trinkmengenbeschränkung vorgegeben hat).
- Getränke sichtbar platzieren: Stellen Sie Wassergläser (nicht nur Flaschen) gut sichtbar in Greifnähe, beispielsweise auf den Beistelltisch oder neben das Pflegebett.
- Abwechslung bieten: Bieten Sie nicht nur Wasser an. Auch ungesüßte Kräutertees, verdünnte Saftschorlen (wie Apfel- oder Johannisbeersaft) oder wasserreiches Obst (Wassermelone, Gurke, Trauben) helfen enorm.
- Erinnerungshilfen: Fragen Sie nicht "Möchtest du etwas trinken?" (oft folgt ein "Nein"), sondern reichen Sie das Glas aktiv an: "Hier, trink bitte ein paar Schlucke."
2. Wohnungsklima: Kühl und schattig halten
Die Wohnung sollte an Hitzetagen zur kühlen Oase werden. Gerade Bettlägerige können Hitze nicht einfach entfliehen.
- Richtiges Lüften: Lüften Sie ausschließlich in den frühen Morgenstunden (zwischen 5 und 8 Uhr) oder spät in der Nacht. Sobald die Sonne scheint, müssen alle Fenster geschlossen bleiben.
- Verdunkelung: Nutzen Sie Rollläden, Jalousien oder blickdichte Vorhänge. Sonnenlicht heizt Räume extrem schnell auf.
- Ventilatoren mit Vorsicht: Ein Ventilator bringt Linderung, darf aber niemals direkt auf den Pflegebedürftigen gerichtet werden. Zugluft kann zu Verspannungen, Erkältungen oder Augenreizungen (Bindehautentzündung) führen.
3. Ernährung an heißen Tagen anpassen
Schwere, fettige Mahlzeiten belasten den ohnehin angestrengten Kreislauf zusätzlich.
- Mehrere kleine Mahlzeiten: Verteilen Sie das Essen auf 5-6 kleine Portionen über den Tag.
- Leichte Kost: Servieren Sie wasserreiche, kühle Speisen. Ideal sind kalte Suppen (Gazpacho), Joghurt, Quark, frisches Obst oder leichte Salate.
- Salzhaushalt ausgleichen: Durch Schwitzen gehen wichtige Mineralien (Elektrolyte) verloren. Leicht gesalzene Brühen (Fleisch- oder Gemüsebrühe) eignen sich hervorragend, um diesen Verlust auszugleichen.
4. Medikamente und Hitze: Achtung bei der Lagerung!
Was viele vergessen: Hohe Temperaturen verändern die Wirkung mancher Medikamente.
- Lagerung: Die meisten Tabletten, Tropfen und Salben dürfen nicht über 25 Grad gelagert werden. Suchen Sie einen kühlen, dunklen Ort. Insulin und spezielle Antibiotika-Säfte gehören in den Kühlschrank.
- Wirkungsveränderung: Manche blutdrucksenkenden Mittel (Diuretika) können bei starkem Schwitzen zu einem gefährlichen Blutdruckabfall führen. Auch Pflaster (z.B. Schmerzpflaster) setzen ihre Wirkstoffe bei Hitze (erweiterte Blutgefäße) manchmal viel schneller frei. Sprechen Sie an extrem heißen Tagen im Zweifel kurz mit dem behandelnden Hausarzt oder unserem DALAS Pflegeteam.
5. Warnsignale frühzeitig erkennen
Ein Hitzschlag oder eine Exsikkose (Austrocknung) ist ein medizinischer Notfall. Achten Sie auf folgende Alarmsignale bei Ihrem Angehörigen:
- Plötzliche Verwirrtheit oder extreme Teilnahmslosigkeit (Apathie)
- Dunkelgelber, stark riechender Urin (Zeichen für Flüssigkeitsmangel)
- Trockene, faltige Haut (Hautfalte auf dem Handrücken bleibt stehen)
- Eingefallene Augen
- Fieber ohne erkennbaren Infekt, Schwindel oder Muskelkrämpfe
Handeln im Notfall: Wenn Sie diese Symptome bemerken, versuchen Sie, der Person schluckweise Wasser zuzuflühren, kühlen Sie Stirn und Waden mit feuchten Tüchern und verständigen Sie umgehend den ärztlichen Bereitschaftsdienst (116 117) oder den Notruf (112)!
Wir lassen Sie nicht allein!
Die häusliche Pflege im Sommer kann besonders kräftezehrend sein. Unser Team von der DALAS UG unterstützt Sie gerne im Raum Frankfurt – von regelmäßigen Pflegebesuchen bis hin zur 24h-Intensivbetreuung. Kontaktieren Sie uns für ein kostenloses Erstgespräch. Wir wünschen Ihnen und Ihren Liebsten einen sicheren, gesunden Sommer!